Soziales & Gesundheit

Beim Thema Soziales denken wir in erster Linie an das Sozialhilfezentrum und seinen zahlreichen Satelliteneinrichtungen.

Wir sind für eine klare Aufgabenstellung des ÖSHZ. Dieses soll sich auf die im Grundlagengesetz beschriebenen Aufgaben und Handlungen beschränken, nämlich Sozialhilfe zu gewährleisten, auf die ein jeder Anrecht hat, und alle damit zusammenhängenden Aufgaben wahrzunehmen.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft verfügt dank ihrer Eigenständigkeit über ein dichtes Netz an Sozialeinrichtungen jeglicher Art. Jede Sozialeinrichtung sollte die Aufgabe übernehmen, für die sie geschaffen wurde.  Parallelangebote sind zu vermeiden.  Das aber schließt eine Zusammenarbeit nicht aus.

Die erste Aufgabe des ÖSHZ soll es sein, den Sozialschwachen in unserer Gesellschaft aus ihrer Notlage zu helfen, um je nach Situation, diese zur Eigenverantwortung zu erziehen. Dem ÖSHZ steht hierfür ein breites Angebot an Partnereinrichtungen zur Verfügung (Ausbildungs- und Sozialbetriebe, Arbeitsamt, Dienststelle für Selbstbestimmtes Leben, Öffentlicher Wohnungsbau, Schuldnerberatung, usw.).

Im Rahmen der Kompetenzübertragung des Wohnungsbaus und dessen anschließender Neugestaltung auf Ebene der DG – Gemeinden, plädieren wir unbedingt dafür, dass nur noch ein Akteur für das soziale Wohnungswesen zuständig sein sollte.  Es geht nicht an, dass Sozialwohnungen, oder ähnliche Angebote, von der Öffentlichen Wohnungsbaugesellschaft, von Wohnraum für Alle, vom ÖSHZ oder von der Gemeinde angeboten werden können.  Hier stehen wir ein für eine Bündelung der Kräfte.

In diesem Sinne soll für den bedürftigen Menschen bzw. den Kunden nur noch eine Sozialuntersuchung gemacht werden.

Alle Dienstleister sollten die für sie notwendigen Auskünfte dort abrufen können : so soll die Arbeit des Sozialassistenten der Krankenkasse, des Sozialassistenten des Krankenhauses, des Sozialassistenten der Wohnungsbaugesellschaft und des Sozialassistenten des ÖSHZ gebündelt werden und in einer Hand liegen, so dass der (die) Hilfesuchende einen einzigen Ansprechpartner  seines (ihres) Vertrauens hat, und so unnötige Aktenberge vermieden werden.

Zwei wichtige Partner des ÖSHZ sind auf Ebene unserer Gemeinde das ROTE KREUZ und die Sozialorganisation DABEI.

Beim Roten Kreuz wird durch die Lebensmittelbank und durch die Kleiderbörse eine wichtige direkte Unterstützung an die Bedürftigen unserer Gemeinde geleistet.

Durch den Einsatz von über hundert ehrenamtlichen Personen wird das ÖSHZ entlastet.  Dementsprechend hoch sind deren Leistungen anzuerkennen und deren Initiativen gebührend zu unterstützen.

DABEI bietet vielen Personen, die aus vielfältigen Gründen unterstützt werden müssen, sei es, weil sie eine Einschränkung haben, oder weil sie Vermittlungshemmnisse im Arbeitsmarkt aufweisen, usw., eine Anlaufstelle, einen Arbeitsplatz, eine Ausbildung oder ganz einfach eine Familie. Aus diesem Grund sind wir auch gerne bereit, die angedachte Projektidee für einen Neubau zu unterstützen.

Für das Gesundheitswesen unserer Gemeinde spielt das Krankenhaus St. Vith eine besondere Rolle. Hier können die Bürgerinnen und Bürger in ihrer Muttersprache eine Vielzahl von medizinischen Dienstleistungen erhalten. Daher sehen wir es als Pflicht der Gemeinde an, dieses Krankenhaus ohne Wenn und Aber zu unterstützen. Die fünf Eifelgemeinden, die für einen Kredit gebürgt haben, beteiligen sich nicht an einem eventuellen Defizit, lediglich am Notarztdienst und der Notaufnahme. Diesen dringenden Dienst direkt am Patienten möchten wir auch in Zukunft nicht vermissen.

In Erwartung der Entscheidungen der Nationalregierung über den Fortbestand aller hier vorhandenen Abteilungen und einer eventuellen Ansiedlung einer Geriatrie erklären wir uns bereits jetzt einverstanden mit der Übernahme des Gebäudes des Seniorenheims durch das Krankenhaus.

Auch das Vorhandensein eines Krankenhauses stärkt die Attraktivität unserer Gemeinde.

Die Gemeinde ist in vielen Organisationen und Einrichtungen im Bereich Gesundheit und Soziales vertreten. Die jeweiligen Gemeindevertreter werden die Kolleginnen und Kollegen in regelmäßigen Abständen über die dort laufenden Entscheidungen und Projekte informieren.

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